Strahlentherapie in der Tiermedizin

Strahlentherapie ist eine spezielle Therapieform zur Behandlung bestimmter Tumorerkrankungen und zur Behandlung chronischer Gelenkerkrankungen.

Seit dem Jahr 2000 setzen wir dieses Verfahren ein und haben insbesondere bei der Therapie von Fibrosarkomen (bösartige Bindegewebstumoren) der Katze gute Heilungsraten. Auch bei vielen anderen Tumorarten der Körperoberfläche kann eine Bestrahlung sinnvoll sein, ebenso sind viele Tumoren der Maulhöhle strahlensensibel.
In Deutschland wird die Strahlentherapie für Tiere nur in vier Einrichtungen angeboten. In Nordrhein-Westfalen sind wir die einzigen die diese aufwändige und viel Fachkenntnis voraussetzende Therapie durchführt.
Da wir nur Oberflächenbestrahlung (Haut und Unterhaut) durchführen, ist die Verträglichkeit ausgezeichnet. Tumoren im Körperinnern (Leber, Lunge, Darm) können wir daher aber auch nicht bestrahlen. Spätfolgen sind sehr selten, können aber als örtlich begrenzte Hautnekrosen (Gewebsuntergang) auftreten.
Die Anzahl der notwendigen Bestrahlungen richtet sich nach dem Therapieziel. Zwischen drei und zehn Terminen sind sinnvoll. Dies richtet sich aber nach jedem einzelnen Fall.
Neben der Tumorbestrahlung ist die Behandlung chronisch kranker und schmerzhafter Gelenke ein weiteres Einsatzgebiet, insbesondere Kniegelenk- und Ellbogengelenkarthrose.
Der Erfolg tritt bei ca. 50% der Patienten nach drei bis vier Wochen ein und hält bis zu 1 Jahr. Die Tiere bewegen sich wieder mehr und freier und benötigen keine Schmerzmittel mehr. Drei bis fünf Kurzbestrahlungen sind sinnvoll. Nebenwirkungen haben wir bisher bei dieser schonenden Therapieform nicht beobachtet.

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